Die schlimmsten Schmerzen meines Lebens oder

„Komm raus da, du dicke Wurst.“

Vor beinahe 7 Wochen war es soweit. Unser Sohn kam auf diese kalte, helle Welt. Raus aus dem warmen Dickbauch, der zum Ende einen stolzen Umfang von 101cm hatte.

Der Bauch kam nicht von irgendwo her. Der „Kleine“ hat Megamaße auf’s Maßband gebracht. Die Hebamme hat 3x kontrolliert.

59 cm bei 3810 Gramm. 35 cm Kopfumfang.

Das war absolut keine leichte Geburt. Vor allem, da er dazu noch ein Sternengucker ist. Mit dem Gesicht voran eben. Wollte direkt alles sehen.

Ich war am Ende so fertig, dass ich schon Fieber und Schüttelfrost bekam. Hatte eine PDA, die am Schluss nichts mehr brachte und war high vom Vomex, welches ich brauchte, da mir war vor Anstrengung nur noch übel war.

Nach einer harten Schwangerschaft eben auch eine harte Geburt. Immerhin hat er sich einen Tag vor Einleitung selbst auf den Weg gemacht.

Aber, ich würde es wieder tun!

Dieses riesige Wesen liegt gerade neben mir im Bett und ist das süßeste und liebevollste, das ich je gesehen habe. Mein Herz ist sowas von erfüllt, ich kann es gar nicht in Worte beschreiben. Man versteht die Liebe der Eltern erst, wenn man selbst Eltern ist. Natürlich gibt es auch andere Fälle, aber ich bin froh, dass es bei uns so ist.

Wir lieben diesen kleinen Pupskopf so sehr. 

Nur noch knapp 11 Wochen!

Herrje, wir sind beim Fastendspurt angelangt & es ist noch so verdammt viel zu erledigen. Nebenbei wollen ab nächste Woche Prüfungen bestanden werden.

Wir müssen bei 9 verschiedenen Stellen irgendwelche Anträge stellen, ich hab noch keine Hebamme, noch keine Zeit für Babyshowerplanung gehabt und und und.

Dazu bin ich wieder unendlich müde & hungrig & mir ist ab mittags meist immer noch übel.

Naja, ansonsten geht es mir ganz gut.

Das Studium ist wirklich erfüllend & ich bin echt traurig, dass ich unterbrechen muss. Aber der Grund ist natürlich wundervoll & wir freuen uns total unsere kleine Zellanhäufung bald begrüßen & in die Arme schließen zu dürfen.

Ich bin echt froh, wenn ich den dicken Bauch endlich wieder los bin. Jede Bewegung tut weh, ich muss (vor allem nachts) alle 5 Minuten pinkeln & Sodbrennen of doom!

Aber alles in Allem kann ich mich nicht beschweren. Baby ist gesund & das ist was zählt & wofür ich bei meinem Körper sehr dankbar bin.

Das war das Wort zum Sonntag (Dienstag).

Bis demnächst

Kreative, lehrreiche Pause

Puh, der letztes Eintrag ist jetzt schon etwas länger her. Die Uni hat mich komplett eingenommen, dazu noch der ein oder andere Geburtstag, eine 3-tägige Depression, grüne Leberwurst, eine herausgerissene Zwischenwand und ein zerstörtes Handy.

Es ist viel passiert in der Zwischenzeit, aber nichts so wirklich der Rede wert. Naja, wahrscheinlich schon, aber ich weiß überhaupt nicht, wo ich anfangen soll.

Die Uni macht unheimlich viel Spaß. Aber leider sehen mein Freund und ich uns durch die verschiedenen Zeiten nur noch sehr wenig in der Woche und fallen meist, so wie gestern Abend, um 20 Uhr totmüde ins Bett und schlafen mal eben 12 Stunden durch bis zum nächsten Seminar. Ich weiß gar nicht, wie andere es da noch schaffen Party zu machen oder arbeiten zu gehen. Ohne Bafög wären wir echt aufgeschmissen. Und mit einem social life auch.

Baby ist ganz rege geworden in den letzten Wochen, heute hat er sogar so gegen meine Bauchwand getreten, dass man es von außen sehen konnte. Sehr gruselig, aber auch total süß und ich bin jedesmal zu Tränen gerührt, wenn sich der Kleine meldet. Schluckauf ist ebenfalls an der Tagesordnung. Das allerdings macht mir wirklich manchmal Angst, weil es sich wie Herzrasen anfühlt und mich direkt an meine Panikattacken erinnert. Aber so langsam hab ich die Unterschiede raus.

Es wird nun auch eindeutig ein Junge. Er wiegt schon 250g und hat ein super süßes 3cm Füßchen. Am Sonntag ist auch endlich Halbzeit und ich kann es kaum noch erwarten, den (jetzt schon für meine Verhältnisse) dicken Bauch wieder loszuwerden. Das meine ich gar nicht im Sinne von ich „fühle mich fett“, sondern einfach nur eingeschränkt. Vor allem beim Schlafen und dem vielen Sitzen. Aber bis dahin habe ich noch 5 weitere, immer schwerer werdende Monate.

Übel ist mir übrigens auch immer noch. Zwar ok, aber trotzdem sehr nervig und unangenehm.

Oki doki. Das war’s erst mal wieder als kleines Update. Mehr folgt dann hoffentlich wieder in kürzeren Abständen.

 

Vom Regen in den Regen

Und ich Trottel habe im Seminarraum meinen Schirm unter meinem Stuhl vergessen. Rip Schirm 😦

Die ersten Uni Tage waren echt gut. Die Seminare sind zwar heillos überlaufen, aber das ändert sich nach spätestens 2 Wochen eh. Ich habe mich auch noch umentschieden und schon ist ein Platz wieder frei. Morgen habe ich dann meine erste Vorlesung und Freitag ist frei, immer. Läuft doch wunderbar.

Noch hat erst nur Erziehungswissenschaften gestartet und ich muss sagen, ich bin echt begeistert. Ist total interessant und die Anforderungen sehr machbar, würde ich behaupten. Also ich weiß auch nicht, was Niederlande-Deutschland Studien für krasse Anforderungen hatte, dass ich so abgekackt bin. Aber war wohl so.

Im Gegensatz zum letzten Jahr fällt es mir auch schon etwas leichter Kontakte zu knüpfen und Leute anzusprechen. Irgendwie macht es da wirklich die Masse. Außerdem habe ich den Bonus in der Stadt zu wohnen, so konnte ich den einen oder anderen schon ein paar Wege zu den einzelnen Räumlichkeiten erklären und Tipps geben.

Die Kommilitonen wirken auch wesentlich motivierter als letztes Jahr und man merkt, dass die gerne mal was werden wollen. Sind halt fast alle auf Lehramt, da hat man ein Ziel, welches verfolgt wird. Nicht so wischi waschi.

Ich bin echt froh, dass die Übelkeit beinahe ganz weg ist. Mir ist immer noch ununterbrochen flau im Magen, außer ich esse gerade, aber es beherrscht nicht mehr so sehr meinen Alltag. Mittlerweile bin ich schon in der 16. Woche angekommen, da darf es mir dann auch langsam mal besser gehen.

Ich spüre sogar schon Bewegungen 😍 habe vorgestern als ich im Bett lag mal ganz frech auf meinen Bauch gedrückt und habe direkt einen Tritt gegen meine Hand bekommen. Irgendwie gruselig, aber auch schön.

Mein Unbewusstes hat sich für gruselig entschieden und erst einmal einen wunderbaren Alptraum daraus gemacht. Geschlafen habe ich also eher so la la.

Fühle mich durch das mistige Wetter und die stickige Luft im Seminarraum etwas gerädert und werde mich gleich gemütlich mit Freund ins Bettchen kuscheln und Baby noch ein bisschen piesacken.

Gute Nacht euch.

Bestes Bananenbrot aller Zeiten

Da ich vom ersten Kotzanfall immer noch eine starke Aversion gegen Bananen hege, laufen uns die Dinger hier ständig weg (ich weiß auch nicht, warum wir sie dann überhaupt kaufen)

Dehalb musste eine schnelle und leckere Lösung her (und mir war langweilig und ich hatte Hunger)

Herausgekommen ist ein absolutes Meisterwerk. Ich geb das Rezept einfach weiter, ist eh von Chefkoch nur leicht abgewandelt.

300g Mehl
4 Bananen
100g Zucker
1Pck Vanillezucker
1Pck Backpulver
Prise Salz
4 EL Öl
1 EL Chiasamen in 80 ml Wasser ca. 15 Min gequollen

Die Chiasamen sind eigentlich die herausragende Abwandlung, da ich sie als Ei-Ersatz benutzt habe. Wir hatten schlicht und einfach keine Eier mehr, außer so ein hartgekochtes Osterei (oder eher Party Ei oder was auch immer auf der Packung steht, wenn kein Ostern in näherer Zeit ist). 

Als erstes hab ich also die Chiasamen in das Wasser gerührt und während ich die Bananen erst alle nackig gemacht und gemixt habe, quellen lassen. Dann den Zucker, Vanillezucker, Salz und Öl in die Schüssel und wenn die Chiapampe eine Ei-ähnliche Konsistenz hat ebenso dazu kippen. Ich habe das Mehl in eine anderen Schüssel mit dem Backpulver gemischt und während ich die Bananenzuckerchiamatschepampe gemixt habe, das gemischte Mehl langsam hinzugegeben und zu einer glatten Masse gemixt. Das ganze kam dann in eine eingefettete Kastenform und bei 180°C Ober/Unterhitze für 45 Minuten in den Ofen.

Herauskamen eine wunderbare Kruste, lockere und sehr gleichmäßige Poren im Inneren, ein super Duft und himmlischer Geschmack.

Viel Spaß beim potentiellen Nachbacken.

Ach ja, das Ganze ist sogar vegan und glutenfrei (glaube ich zumindest) da weder Butter noch Ei drin sind und ich Dinkelmehl benutzt habe. Ist mir zwar prinzipiell egal, aber ein bisschen steh ich schon auf veganes Essen und vor allem Gebäck. Es schmeckt einfach super. Dinkelmehl ist etwas herber, was ich auch sehr gerne mag.

Atemlos durch…

Halt’s Maul, sonst klatscht et gleich, aber keinen Beifall. (nein ehrlich, Schlager sind einfach nicht meins.)

Atemlos bin ich allerdings wirklich. So sehr, dass der Arzt daran gezweifelt hat, wie ich überhaupt vor ihm sitzen konnte.

Nach dem veranlassten EKG, welches unauffällig war, sollte ich noch einen Lufu (Lungenfunktionstest) machen, da meine Luftnot ja irgendwo herkommen muss und es eindeutig nichts psychisches ist, den Unterschied erkenne ich ziemlich gut. Bin quasi ein alter Hase in Sachen Panikattacken und depressiver Müdigkeit.

Heraus kamen die Werte eines 80 jährigen oder, in meinem Alter, schweren Asthmatikers. Und ganz ehrlich, so fühle ich mich auch. Ich komme keine Treppe mehr hoch und habe heute (gestern) eine geschlagene 3/4 Stunde zum Einkaufen von Milch, Klopapier und Gedöns gebraucht. Der Lidl liegt kaum 800m entfernt.
Ich soll mich schnellstmöglich beim Pneumologen vorstellen um die ganze Misere noch einmal überprüfen zu lassen.

Meine ältere Schwester hat mir ein wenig Angst genommen, es könnte auch am  relativ niedrigen Hämoglobin Wert liegen. Der Sauerstoff wird nicht mehr schnell genug durch den Körper gepumpt, so entstehen Luftnot und die Kreislaufprobleme. (Ja, ich gucke eindeutig zu viel House. Obwohl, geht das überhaupt?)

Habe mich also schon mit Rote Bete, Eiern und schwarzem Johannisbeersaft eingedeckt. Bisher ist aber noch keine Besserung in Sicht. Da bleibt wohl nur ein Termin beim Profi.

Also dann. Einen wunderschön sonnigen Sonntag. Mit einem Spaziergang wird’s wohl nichts 😉

Smackstastische Pipiprobe

Vor der Schwangerschaft habe ich ziemlich wenig gefrühstückt, bzw. meist erst, wenn ich schon so 2 Stunden wach war, weil ich morgens oft bis immer mit Bauchschmerzen zu kämpfen habe (vor allem, wenn ich vom Wecker mitten aus der Tiefschlafphase geweckt und nicht von allein wach werde).
Das hat sich durch das Wesen in mir etwas geändert. Sobald ich aufgestanden bin, esse ich erst mal Cornflakes, momentan sind (billig) Smacks der Renner. Danach noch einen Apfel und eine Möhre und so ungefähr 1 Stunde später noch eine ausgiebige Brotzeit (eigentlich sacht man dat hier nich, aber dat Wort passt, weil 3. Frühstück sich schonn wat dekadent anhört, ne.)

Smacks. Smacks. Smacks.
(Für das product placement bekomm ich übrigens 1Mio €. Nicht.)

Die treue Smacksanhängerschaft weiß vielleicht worauf ich hinaus will und hatte schon beim Lesen der Überschrift ein klitze kleines Schmunzeln verdrückt. Morgenmuffelig und groggy nach einer weiteren Nacht voller Alpträume und Nachtangst (hab ich leider auch schon immer und jetzt gerade wieder besonders schlimm) mampfe ich nichtsdenkend meine Schüssel billig Smacks von Ja! (ok, ich bekomme nur 1000€. Nicht.), sterbe fast vor Bauchschmerzen, gehe mit meinem Freund den normalen Morgen um 7 Uhr durch.
Heute war wieder ein Vorsorgetermin beim Gyn, deshalb schon so früh wach. Kennt man von Studenten ja eigentlich nicht. 

Was hat die Sprechstundenhilfe letztes Mal noch gesagt? Ach ja, an jedem Termin eine Urinprobe“ 

Muckefuck

Auf der Praxistoilette habe ich noch kurz überlegt eine Entschuldigungsnachricht auf Klopapier an den Becher anzubringen, hab dann aber doch lieber auf unschuldig getan. (Wer immer noch nicht weiß, was daran so bekloppt ist: Smacks haben die ähnliche Eigenschaft wie Spargel. Das Pipi riecht genauso wie die vor 1 Stunde in Milch ertränkten Cornflakes, nur eben irgendwie ekelig, weil es halt schon so ein paar Meter durch den Körper genommen hat.)

Zum Untersuchungsergebnis:
Dem Baby geht’s super, es wächst sogar ein klein wenig schneller als die Norm, aber nichts worüber wir uns Sorgen machen müssten. Es misst schon über 8cm und wiegt ca. 114g. Und soweit die Ärztin es beurteilen konnte, sie will sich da aber noch nicht festlegen, wird es wohl ein Junge. Finden wir toll, auch wenn wir uns ein Mädchen gewünscht hätten. Aber eigentlich ist das ja Wurscht. Es hätte glaube ich keinen Unterschied gemacht, wenn sie Mädchen gesagt hätte. Wir sind so oder so glücklich. Als es uns durch den Ultraschall ins Gesicht gesehen hat, war da wieder dieses schöne Gefühl, ein kleines Bündel Liebe produziert zu haben, was das ganze Leben lebenswert(er) macht. Einfach schön.

(Irgendwie ist WordPress total der Akkufresser.)

Mir geht’s allerdings nicht ganz so perfekt. Mein Eisenwert ist etwas niedrig und mein Herz scheint jetzt doch Probleme zu bereiten, wo mein Körper immer mehr Blut von oben nach unten zu pumpen hat. Habe morgen einen Termin zum EKG, um mal checken zu lassen, ob die kaputte Pumpe es noch tut. Ich hoffe doch sehr, dass das mit Schonung wird, aber ich bin nur vom gehen schon außer Puste und kann kaum die Treppen zu unserer Wohnung hochlaufen. Und so weit oben ist die Gebärmutter noch nicht, dass sie gegen das Zwerchfell drückt. Hatte heute im Rewe auch einen kleinen Kreislaufzusammenbruch. Zum Glück kenne ich meinen Körper und konnte schnell mit meinem Freund in die Saucen und Maggiabteilung mich auf den Boden legen, Beine hoch und kurz mal die Preise von unten vergleichen. Hab dann einen Kakao getrunken und etwas Wasser, dann ging es auch schon wieder. Alles noch mal gut gegangen.

Wird sich morgen ja zeigen.

So, tschüss Akku, war schön mit uns.